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Madas IXe T Mina

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Heute: die Madas IXe T Mina, vorgestellt von Gérard Schmid

Madas IXe T Mina, Seriennummer 11223, Sammlung G. Schmid 2017

Mit ihrer 9-9-16 Register Ausstattung und ihrer Breite von 64 cm ist die IXe T Mina ein klassisches Beispiel einer „superlangen” Madas von H. W. Egli, Wollishofen. Die gut erhaltene Maschine mit der Seriennummer 11223 dürfte wohl 1928 gebaut worden sein. Mina Rechenmaschinen sind eher selten anzutreffen.

Seriennummer 11223, 1928 (?)

Die Mina könnte das erste Madas Model mit Tastatur sein, das die Firma Egli 1922 mit einem Motor ausgerüstet hat.

Sie wurde im April 1923 an der berühmten Foire de Bruxelles als einer der Höhepunkte in Eglis Madas Ausstellung präsentiert.

Plakat entworfen von dem belgischen Maler Fernand Toussaint (1873-1956)
Eglis Madas Ausstellung an der Brusseller Messe von 1923. Das Bild stammt aus der Dokumenten Sammlung von Michael Lewin, Darmstadt
Links, eine IXe Metallic; rechts eine IXe T Mina. Aus der Dokumenten Sammlung von Michael Lewin, Darmstadt

Auf diesem Archivbild sind ganz vorne die zwei ersten Madas Modelle mit Motoren zu sehen, nämlich die IXe Metallic mit Schieber und die IXe T Mina Mina mit Tastatur. Die Tastatur der Mina ist noch mit den  alten kleinen runden Tasten versehen und die Maschine hat noch kein DIV STOP Taste.

Den Ingenieuren von Egli war das technische Kunstück gelungen, einen elektrischen Motor auf eine handgetriebene lange Madas anzupassen, ohne an der Konstruktion und an den Dimensionen der Maschine etwas zu ändern.

Einzig die Kurbel wurde, genau an ihrer originale Lage, mit einen Druckschalter ersetzt.

Die zwei Schalter der Mina und mein Mitarbeiter

Auffallend bei der elektrischen Madas sind zwei Schalter. Auf dem Motor steuert der elektrische Hauptschalter aus Porzellan die drei Betriebsoptionen der Maschine. Rechts der Tastatur steht der Druckschalter. Seine Funktion ist die Rechenzyklen auszulösen und automatisch zu unterbrechen.

Die auffallende, rote DIV STOP Taste, ein Merkmal von allen elektrischen Madas nach 1927

1927 führte Egli systematisch bei allen motorbetriebenen langen Madas eine Division Unterbrechungstaste ein, mit der Bezeichnung DIV STOP. Bei Maschinen mit einer DIV STOP Taste bleibt der Betriebsschalter beim Drücken im Division Modus, automatisch in der eingeschalteten Lage, bis der Divisionsvorgang fertig ist, insofern man nicht auf die DIV STOP Taste drückt.

Um eine automatische Division bei elektrischen Maschinen vor 1927 durchzuführen, musste man den Betriebsschalter mit einer Sperrklinge manuell verriegeln. Er konnte aber jederzeit während der Division entriegelt werden, um die Division zu unterbrechen. Die Einführung der DIV STOP Taste machte den Unterbruch der Division viel eleganter.

 

Ein Betrieb Schalter vor 1927 mit der Division Sperrklinge. Links, die Ruhestand Position; rechts ist der gedrückte Schalter während der Division verriegelt. Bilder aus einer VIIe T Miss mit Seriennummer 8829, Sammlung G. Schmid 2017
Der Postenzähler der Mina, eine Ausstattung, die nur auf bestimmten Madas anzutreffen ist

Die Zahl 1 der ersten linken Zahlenkolonne der Tastatur kann durch das Rotieren des Postenzählers ständig in der gedrückten Stellung gehalten werden. Dies erlaubt die Anzahl Additionen, ab der neunten Stelle des Resultatregisters aufzuzählen.

Seitenblick auf die Mina. Der Motor und die Transmissionsriemen sind durch Deckel mit Rändelmuttern geschützt
Der elektrische Antrieb der Mina

Das elektrische Triebwerk ist als kompakter, leicht zerlegbarer Block konzipiert. Es ist mit zwei M8 Schrauben an einer 10 mm dicken Aluminium Platte auf der inneren Seite der Verschalung einfach fixiert.

Der 90 Jahre alte Lederriemen der Mina hat bis heute nie versagt!
Die integrierte Fliehkraft Bremse und der zweipolige (!) elektrische 220 Volt Anschluss
Der einheitliche Motorblock der IXe T Mina 11223

Der Motorblock besteht aus einem 250-300 U/min Synchronmotor mit integrierter Zentrifugalbremse, einem Porzellan Hauptschalter, einer elektrischen Verteilungsbüchse und einer Zunge mit zwei Kupferkontaktklingen. Der elektrische Strom wird am hinteren Teil der Zunge angesteckt.

Die Kontakt Kupferplatte

Beim Drücken auf den Betriebsschalter wird eine Kupferplatte, die auf der Zyklussteuerstange fixiert ist, von 45 Grad nach unten gekippt. Die beiden Kupferklingen der Zunge werden kurzgeschlossen. Der Motor wird eingeschaltet bis die Kupferplatte am Ende des Rechenzyklus wieder nach oben kippt.

Dreisprachiges elektrisches Schema von 1923

Die elektrischen Madas waren mit einem Schaltungsschema geliefert, das üblicherweise im Deckel der Maschine angebracht war.

Aus dem Schema ist ersichtlich, dass der Hauptporzellanschalter drei Betriebsoptionen erlaubt. Der Motor kann ausgeschaltet bleiben, konstant laufen oder in Wartezeit bleiben, bis er vom Betriebsdrückschalter an der Tastatur aktiviert wird.

Madas IXe T Mina, Seriennummer 11223, Sammlung G. Schmid 2017
Madas IXe T Mina, Seriennummer 11223, Sammlung G. Schmid 2017
Madas IXe T Mina, Seriennummer 11223, Sammlung G. Schmid 2017

Vielen Dank an Gérard für diesen Beitrag, und Herrn Lewin für das Zur-Verfügung-Stellen der Fotos der Ausstellung!

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Madas VII T Malta

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Heute: die Madas VII T Malta, vorgestellt von Gérard Schmid

Madas VII T Malta, Seriennummer 7691, Sammlung G. Schmid 2017. Tastatur mit den frŸüheren runden kleinen Tasten mit 9.5 mm Durchmesser.
Madas VII T Malta, Seriennummer 7691, Sammlung G. Schmid 2017.  Tastatur Steuertasten, mit 12 mm Durchmesser.

Die ersten Madas von H.W. Egli, Wollishofen, mit voller Tastatur erschienen 1922 auf dem Markt. Die Tastaturen waren mit kleinen runden Tasten versehen, die Egli bereits 1913 bei den Millionär Maschinen angewendet hatte.

Die hervorragend gut erhaltene 9-7-12 VII T Malta mit Seriennummer 7691 dürfte wohl von 1924 stammen und stellt ein eher seltenes Exemplar von einer früheren Madas Tastatur Maschine dar.

Ab 1925 wurden diese runden Tasten, aus vermutlich ergonomischen Überlegungen, durch die klassischen, rechteckigen Madas Tasten systematisch ersetzt.

Als Tastatur Vergleich wird noch eine spätere VII T Malta von 1929, mit Seriennummer 11386, gezeigt.

Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.  Klassische rechteckige Madas Tasten mit 13.5 mm Breite.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017. Tastatur Steuertasten, mit 16 mm Durchmesser.

Die erste Tastatur bei einer Staffelwalzen Rechenmaschine erschien bereits 1906. Es war eine XxX von Seidel & Naumann, Dresden. Die Architektur der Tastatur beruhte auf einer Idee von Arthur Burkhardt (1857-1918), nämlich der Teilung der originalen Leibniz Staffelwalzen in neun Segmente, die selbst neun Zahlräder steuern.

Arthur Burkhardt, Kaiserliches Patentamt, Patentschrift Nr. 189 141, 28. April 1906.

Es ist Egli gelungen, eine noch kompaktere Tastatur zu bauen, indem er die Staffelwalzen nur fünfmal teilte. Vier Segmente davon steuern zwei Zahlen des Resultats Registers. Einzig die Zahl 1 hat ihr eigenes Segment. Vier Zahlräder werden, je nach Zahlauswahl, nach oben oder unten verschoben. Einzig das Zahlrad von der Ziffer 9 wird nur nach unten geschoben.

Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.                               Die füŸnffach geteilten Staffelwalzen mit ihren fŸünf ZahlrŠädern auf ihren quadratischen Achsen, auf Stellung 0.

Die Schlüsselidee von Egli für die Steuerung der Zahlräder war die Konstruktion eines Übertragungsgitters zwischen der Tastatur und den fünffach geteilten Staffelwalzen.

Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017. †Übertragungsgitter zwischen Tastatur und geteilten Staffelwalzen.

Mit dieser neuen Architektur konnten nicht nur die Länge der früheren Burkhardt Staffelwalzen gekürzt werden, sondern auch die neun Zahlräder auf fünf reduziert werden.

Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.                       Untere Seite des †Übertragungsgitters.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.                                 Die fŸünf Zahlrad Schieber (2+3) auf der unteren Seite des †Übertragungsgitters.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.                         Obere Seite des †Übertragungsgitters.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017. Die fŸünf Tasten Befehls EmpfŠänger auf der oberen Seite des †Übergangsgitters, die, je nach gewŠählter Zahl Wahltaste, nach oben oder nach unten verschoben werden.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017

Mit ihrer genialen Tastatur ging die VII T Malta aus 1922 in die Geschichte der mechanischen Rechenmaschinen ein, als starkes Symbol der höchsten technischen Eleganz und der Robustheit von den bemerkenswerten Maschinen aus Wollishofen.

Vielen Dank an Gérard für diesen Beitrag!

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Madas IX Maxima

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Heute: die Madas IX Maxima, vorgestellt von Gérard Schmid

Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.

Die erste mechanische Rechenmaschine, die eine Division automatisch ausführen konnte, war die 7-7-12 Schieber Madas VII Max von H.W. Egli, Wollishofen. Die Maschine erschien 1913, trug die Seriennummer 3500 und war auf einem Patent von Erwin Jahnz konstruiert.

Sehr früh folgten die Schieber Super Langen Madas mit 60.5 cm Breite, nämlich das Model VIII und die berühmte 9-9-16 IX Maxima.

Die abgebildete IX Maxima trägt die Seriennummer 3842 und gehört zu den Ersten dieser Reihe. Sie stammt wohl von 1915. Wie alle Madas von H.W. Egli, trägt sie auf der Frontplatte die US Patentreferenz von Erwin Jahnz.

Die VII Max und die IX Maxima waren für H.W. Egli echte Erfolgsmaschinen und wurden bis Ende der zwanziger Jahre gebaut!

Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.

Vielen Dank an Gérard für diesen Beitrag!

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