Archiv der Kategorie: Medien

Ferngesehen: Anno 1914 auf SRF und die Hermes Schreibmaschine

SHBS Mitglied Florian G. hat mit wachem Auge die dieser Tage ausgestrahlte SRF – Serie „Anno 1914. Die Fabrik“ geschaut. Dabei ist ihm aufgefallen, dass sich in der ansonsten historisch tadellos recherchierten und aufbereiteten Serie in Bezug auf eine Schreibmaschine ein Anachronismus eingeschlichen hat. Florian stellt fest, dass für die eben anno 1914 spielende Handlung eine erst im Jahr 1937 auf den Markt gekommene Hermes 5 Schreibmaschine als Requisite verwendet wird.

Sehen Sie in der Folge Bilder und den Kommentar von Florian – in englischer Sprache, da dieser Beitrag als Gastbeitrag für Sommeregger’s Sammelsurium geschrieben wurde.

Die SFR Sendeverantwortlichen sind an dieser Stelle herzlich eingeladen, auf den reichen Fundus und das Fachwissen der SHBS Mitglieder in punkto Schreib- und Rechenmaschinen, sowie anderer Ausstattung und Aspekte des historischen Büros zurückzugreifen. Wir stehen für Beratung gerne zur Verfügung.

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Akte Grüninger – Die Schreibmaschine

Mein Schreibmaschinenlager ist inzwischen ein guter Fundus für Requisiten. Gerne leihe ich für Film-, Fernseh- und andere Kunstproduktionen meine Maschinen aus.

Letzthin war das der Fall für einen sehr wichtigen Film zur Schweizer Zeitgeschichte, oder generell zur Geschichte der 1930er Jahre: Die Akte Grüninger.

Akte_Grüninger_C-Films AG | Aktuell

http://www.tageswoche.ch/de/2014_03/kultur/628128/

Ich wurde von der C-Films AG für eine chronologisch passende Hermes Baby angefragt und war sehr froh, diese beitragen zu dürfen.

Es handelt sich um die Hermes Baby mit Seriennummer 203812, entsprechend dem Baujahr 1940. Das Modell wurde von 1938 bis 1940 hergestellt und trifft damit genau den Zeitrahmen des Films.

Hermes Baby 1940
Die Schreibmaschine des Films „Akte Grüninger“

Ich bin sicher, dass die Mitglieder des Sammlerclubs historischer Büromaschinen Schweiz (SHBS) auch für Sie die richtige Schreibmaschine // Rechenmaschine // Griffel // Spitzer // sonstiges Bürozubehör auf Lager haben. Anfrage genügt.

Schlittenfahren mit Curt Herzstark

Curt Herzstark (links) und Familie, Wien ca. 1934/36. © StadtFilmWien
Curt Herzstark (links) und Familie, Wien ca. 1934/36. © StadtFilmWien

Wir haben Glück! Das Österreichische Filmmuseum hat auf seiner Webseite ein digitalisiertes Juwel der österr. Privatfilmgeschichte, das auch für unsere Rechenmaschinensammlerfreunde interessant sein wird, veröffentlicht. Es handelt sich um das Filmjournal der Familie Herzstark, gefilmt ca. Mitte der 1930er Jahre.

Hier geht es zum Film: http://stadtfilm-wien.at/film/12/

Tipp: Klicken Sie beim Ansehen des Films auf das kleine Pfeilsymbol im rechten unteren Eck – der Film öffnet sich dann auf volle Grösse. Viel Vergnügen!

Rätsel um Sphinx Verschlüsselungsmaschine gelöst

Am Sammlertreffen in Partschins hatte Vereinsfreund Stefan Beck eine ganz spezielle Maschine mit, deren Namen passender nicht sein konnte: die „SPHINX“ gab allen ein Rätsel auf und war eine harte Nuss zu knacken. War es nun eine vollfunktionale Verschlüsselungsmaschine? Wenn, wie war sie zu bedienen? Die in Partschins anwesenden Experten rätselten.

Sphinx Verschlüsselungsmaschine
Sphinx Verschlüsselungsmaschine. Photo: G. Sommeregger

Hart, aber nicht zu hart: Kryptologieexperte Klaus Schmeh, der in Partschins zum Thema referiert hatte, kann auf seinem Blog Klausis Krypto Kolumne die Lösung des Rätsels präsentieren: http://scienceblogs.de/klausis-krypto-kolumne/2014/06/22/raetsel-um-die-verschluesselungsmaschine-sphinx-geloest/

Gratuliere an Stefan Beck für diese interessante Maschine, und an Klaus Schmeh für die fachkundige Detektivarbeit! Klaus‘ Blog sei allen Interessierten herzlich empfohlen.

G. Sommeregger

Digitalisierung der Sammlung des Mitterhofer Schreibmaschinenmuseums

Anlässlich des 9. Internationalen Schreibmaschinen-Sammlertreffen Partschins vom 6. – 8. Juni 2014 wurde ein zukunftsweisendes Projekt präsentiert, das das Mitterhofer Schreibmaschinenmuseum in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Design und Künste der Universität Bozen durchführt. Es handelt sich um nichts weniger als die digitale Erfassung der Bestände des Mitterhofer Museums.

Schon jetzt kann über das Kulturgüterportal (Südtiroler Bürgernetz – Kulturgüter in Südtirol) auf die bisher erfassten Objekte zugegriffen werden. Die Webadresse ist: http://www.provinz.bz.it/katalog-kulturgueter/de/default.asp

Hintergrund ist der Ankauf des Leonhard Dingwerth Archivs im Jahr 2012, der ein Grundstock der Erweiterung des Museums zu einem Forschungszentrum bildet. Zusammen mit den bereits vorhandenen Beständen ist dies ein enormer Fundus, der nun durch das derzeit noch laufende, und voraussichtlich 2015 abgeschlossene Projekt digital erfasst und der interessierten Öffentlichkeit als on-line Archiv für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt wird.

Anlässlich der Versammlung am 7. Juni 2014 in Partschins stellte die Projektmitarbeiterin an der Universität Bozen, Fr. Daniela Kohlhuber, in einer anschaulichen Präsentation das Projekt vor. Schon jetzt seien 6700 Objekte über die Datenbank verfügbar, 3400 weitere würden in den nächsten Monaten folgen. Am Ende des Projekts im Jahr 2015 stünde eine Ausstellung sowie eine Publikation. Die Benutzung der Datenbank sei grundsätzlich gratis. Die einzige Einschränkung sie die geringe Bildauflösung. Gegen Entgelt könnten die Bilder in voller Auflösung, sowie eventuell nicht im Web publizierte Bilder des jeweiligen Objekts bestellt werden.

Partschins_Präsentation_Kohlgruber_2014 Partschins_Präsentation_Ryba_2014

Es ist dies somit ein grosser Wurf, oder, mit den Worten von Kurt Ryba, ein Projekt für die Ewigkeit. Kurt Ryba, Daniela Kohlhuber, sowie die weiteren involvierten Personen wurden mit kräftigem Applaus bedacht.

Bericht: G. Sommeregger

s. auch:

Interview Max Schnellmann

Clubkamerad Max Schnellmann erscheint mit einem tollen Interview im „Lachner“, Zeitschrift für die Gemeinde Lachen, herausgegeben vom Handwerker- und Gewerbeverein Lachen/Altendorf.

Und nicht nur das: Max ziert auch das Titelblatt. Chapeau!

http://www.lachen.ch/dl.php/de/53748f101c92c/Lachner_03_Mai_Jun_2014.pdf
Photo © Frieda Suter. Quelle: www.lachen.ch 2014

Lesen Sie das Interview hier, mit freundlicher Genehmigung von Max Schnellmann, und Dank natürlich an die Verfasserin und Photographin Frieda Suter, sowie den Herausgeber HGVLA: Max_Schnellmann_interview_Lachner_2014

(Originalquelle: http://www.lachen.ch/dl.php/de/53748f101c92c/Lachner_03_Mai_Jun_2014.pdf)

Wechselausstellung «Historische Schreibmaschinen» Fritz Fankhauser

Unser Mitglied im SHBS Fritz Fankhauser stellt seine Schätze im Museum Wasseramt – Turm in Halten aus. Gratulation und herzliche Einladung an alle Leser, die Ausstellung zu besuchen.

Alle Informationen finden Sie hier auf der Webseite des Museums. Hier der dort zu findende Einladungstext:

Wechselausstellung vom 25. Mai bis 15. Juni 2014 jeweils an den Sonntagen von 13 bis 17 Uhr
Papier einspannen, Schreibwalze lösen und Papier gerade richten, Zeilenschalthebel betätigen und den Wagen nach rechts bis zum Zeilenanfang schieben, gewünschte Tasten fest niederdrücken – auf dem Papier erscheint Buchstabe um Buchstabe.
Im Museum Halten zeigt Fritz Fankhauser, Schönbühl, eine Auswahl seiner alten Schreibmaschinen. Das älteste Modell von 1886 stammt aus den USA und heisst «The World», das neueste Modell, hergestellt in der Schweiz, ist 65-jährig und trägt den Namen «Edelweiss». Modelle mit klingenden Namen wie Pittsburgh, Williams, Franklin, Mercedes oder Geniatus beeindrucken ebenso wie ihre Tastaturen und Übertragungsvorrichtungen. Zu sehen sind zudem alte Schweizer Rechenmaschinen.
Fritz Fankhauser war als junger Mann Spezialist für mechanische Rechen- und Buchungsmaschinen, bevor er sich zeitgemäss der Elektronik widmete. Erst nach seiner Pensionierung weckte der Besuch eines Schreibmaschinen-museums die Faszination für sein Hobby. Freuen Sie sich über die von ihm schreib- und rechentüchtig restaurierten Objekte.“

FFankhauser_Wechselausstellung_Historische_Schreibmaschinen_2014

Update 26. Mai 2014: Auf der Homepage der Gemeinde finden sich Photos der Ausstellung. Zur gefälligen Betrachtung:

FFankhauser_Austellung_2014
© Gemeinde Halten 2014
FFankhauser_Ausstellung_2014
© Gemeinde Halten 2014